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27. FilmFestival Cottbus

27. FilmFestival Cottbus

Wann

07/11/2017 - 12/11/2017    
Ganztägig

Wo

Cottbus
http://www.filmfestivalcottbus.de/de/festival/spielstaetten.html, Cottbus

Veranstaltungstyp

Unabhängiges Kino und außergewöhnliche Sichtweisen aus Belarus und Russland

 

Der RUSSKY DEN und das Special „Belarus“ auf dem 27. FilmFestival Cottbus: In der Länder-Specials-Reihe „Belarus“ gibt das FFC (7. bis 12. November 2017) Einblick in die gegenwärtige Filmlandschaft von Belarus, wo seit kurzem eine vitale unabhängige Filmszene neben den staatlichen Belarus-Filmstudios für bemerkenswerte filmische Vielfalt sorgt. Das unabhängige Belarus ist mit Russland in einer staatlichen Föderation zusammengeschlossen.

Mit seinem Russkiy Den (Russischer Tag) lädt das FFC traditionell zur intensiven Erkundung von Russlands Filmszene ein und ermöglicht so eine interessante Draufsicht auf die Nachbarn. Beide Programme zeigen, wie sich Filmemacher an den zivilgesellschaftlichen Diskursen in ihren Ländern beteiligen und ihre jeweiligen nationalen Narrative abseits des politischen Drucks um außergewöhnliche Sichtweisen bereichern.

 

„Das in Deutschland weitestgehend unbekannte Filmland Belarus hat eine lange Tradition, die bis in die Sowjetunion zurückgeht und nach deren Zerfall in Belarus fortgesetzt wurde“, erklärt Marcel Maïga, Kurator der SPECIALS-Reihe „Belarus“. „Die Reihe beinhaltet Filme von unabhängigen jungen Regisseuren sowie vom staatlichen Studio Belarusfilm. Das Ergebnis ist ein facettenreiches Programm aus 36 Filmen, die von klassischen Liebesgeschichten über Komödien und Satiren, bis hin zu bitterernsten, reportageartigen Dokumentarfilmen mit hohem informativen Gehalt reichen.“

Victor Asliuk, dessen „Das Rad“ 2003 bei der DOK Leipzig ausgezeichnet wurde, gehört zu den wenigen international bekannten belarussischen Filmemachern. Beim FFC stellt er sein neuestes Werk RUSSE | RUSSIAN vor. Das FFC zeigt es zusammen mit LIEBE & PARTNERSCHAFT | LOVE & PARTNERSHIP. Der zweite Spielfilm von Nikita Lavretski gibt als Video-Blog-ähnliches Beziehungsprotokoll die Situation einer Jugend zwischen zur Schau gestelltem Desinteresse an der Welt und punktgenauer, aber sprachloser Beobachtungsgabe wider. Die Bandbreite der SPECIALS-Reihe „Belarus“ reicht von Andrey Golubevs Familiendrama KUSS DES HERBSTES | AUTUMN‘S KISS über unerwartete Beobachtungen von der EU-Außengrenze zwischen Belarus und Litauen (DIE MILCHINSEL | THE ISLAND OF MILK; DRUJA | DRUYAM; DIE GRENZE VON NORVILISKES | FORGOTTEN) sowie ökologische und subkulturelle Sichtweisen wie HORIZONT | HORIZON SKY bis zu den pointierten Alltagskommentaren der Künstlergruppe „Chronotope“.

 

Auch in Russland entwickelt sich ein unabhängiges Kino, einige Werke davon finden sich im Programm des RUSSKIY DEN. HEIDEN | PAGANS zeigt, dass die Religion aller landläufigen Meinung zum Trotz kein Allheilmittel für Alltagsprobleme ist. Der Dokumentarfilm PERM 36 reflektiert die schwierige Suche der russischen Gesellschaft nach historischer Wahrheit zwischen Vergangenheitsaufarbeitung und Neo-Stalinismus. Mit LOVELESS von Andrey Zvyagintsev und ARRHYTMIA von Boris Khlebnikov präsentiert das FFC die derzeit auf internationalen Filmfestivals erfolgreichsten russischen Filme. Beide analysieren präzise, persönlich und spannungsgeladen, wie Menschen unter dem Druck sozialer Verhältnisse und politischer Entscheidungen vor privaten Zerreißproben stehen. Ein Auswahlprogramm mit Kurzfilmen der Moskauer Filmhochschule VGIK, der ältesten Filmhochschule der Welt, rundet das Programm des RUSSISCHEN TAGES ab.

 

Über das FilmFestival Cottbus

Das 27. FilmFestival Cottbus findet vom 07. bis 12. November 2017 statt. In drei Wettbewerben konkurrieren Werke um die begehrte Preisskulptur LUBINA (sorbisch: die Liebreizende). Über 20.000 Zuschauer besuchen jedes Jahr das Festival des osteuropäischen Films in Cottbus.

Maßgeblich unterstützt wird das 27. FilmFestival Cottbus vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Stadt Cottbus, dem Auswärtigen Amt, dem Creative Europe-Programm der Europäischen Union und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Für weitere Informationen sowie sende- und druckfähige Bilder wenden Sie sich gerne an unsere PR- und Marketing-Manager Anne-Kathrin Rensch, Denis Demmerle und Carolin Bloch.

 

Telefon: +49 (355) 4310714/-24/-13;

Mail: presse@filmfestival-cottbus.de

 

Weiteres Pressematerial finden Sie auch auf unserer Website www.filmfestivalcottbus.de

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