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Ausstellung „Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944“

Im Rahmen des 80. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstandes präsentieren die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg sowie das Polnische Institut Berlin nahezu zeitgleich in Hamburg und Berlin die 2014 mit vielen Partnerinstitutionen konzipierte Wanderausstellung in aktualisierter Form. Die Schirmherrschaft über die Präsentation der Ausstellung in Hamburg hat der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg übernommen.

Die Ausstellung wird jeweils Open Air zu sehen sein. Die Berliner Präsentation findet direkt am Bahnhof Friedrichstrasse statt.

2014 konzipierten die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, das Museum des Warschauer Aufstands in Warschau, die Universität Hamburg und Leica Fotografie International eine historisch-fotografische Ausstellung unter dem Titel „Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944“. Der freie Kurator David Rojkowski und Aleksandra Duralska vom Museum des Warschauer Aufstands kuratierten die Ausstellung. Seitdem wurde die Wanderausstellung an mehreren Orten in Deutschland präsentiert.

Die Ausstellung erinnert an die historischen Ereignisse des nationalpolnischen Aufstandes gegen die deutschen Besatzer von 1944 und widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung über den Warschauer Aufstand in der damaligen deutschen und polnischen Presse unter besonderer Berücksichtigung der zu diesem Zweck erstellten und verwendeten Fotos.

Die Ausstellung zeichnet sich durch eine beeindruckende Auswahl an (Presse-)Fotografien, ihren beschrifteten Rückseiten sowie Kontaktabzügen, die teilweise zum ersten Mal veröffentlicht werden, aus. Weitere, den Kontext erweiternde Abbildungen von damaligen Presseerzeugnissen, Plakaten und Dokumenten laden zum Nachdenken über einen kritischen Umgang mit Fotografien der Kriegsberichterstattung ein.

Mit Tape-Art die Ausstellung erweitern

Fotos sind wichtige Quellen zu historischen Ereignissen. Doch gibt es gute Gründe, ihnen zu misstrauen. Die Ausstellung zeigt eindrücklich, unter welchen Vorgaben auf deutscher und polnischer Seite fotografiert, selektiert und veröffentlicht wurde. Dem gegenüber macht die Tape-Art-Installation, Leerstellen sichtbar – Ausschnitte aus einer erlebten vergangenen Welt, die nicht abgebildet wurden. Der große getapte Sortiertisch in der Mitte der Installation verweist auf ganz andere Möglichkeiten der Selektion. Welche Geschichten hätten noch überliefert werden können?

Erstmals werden beide Präsentationen in Hamburg und in Berlin durch eine temporäre Tape-Art-Installation der Berliner Künstlerinnen Susanne Quehenberger und Sabine Kelka erweitert, die ab dem 1. August zu sehen sein wird.

Publikationen

Parallel zur Ausstellung entwickeln Studierende der Public History der Freien Universität (FU) Berlin, eine Zeitschrift, in der sie sich kritisch mit der Thematik der Ausstellung auseinandersetzen. Diese Zeitschrift wird kostenlos in einem Zeitungskasten in der Ausstellung in Berlin sowie im Mahnmal St. Nikolai und im Infoladen der Landeszentrale in Hamburg erhältlich sein. Für eine Servicegebühr wird auch der Ausstellungskatalog, der 2017 unter dem Titel der Ausstellung, herausgegeben von Peter Haslinger, Tatjana Tönsmeyer und Sabine Bamberger-Stemmann im Verlag des Herder-Instituts erschienen ist, in der Berliner Landeszentrale erhältlich sein.

 

Begleitprogramm in Berlin:

Vernissage : 11. Juli 2024, 15:30 Uhr

15. August, 19:00 Uhr: Filmpräsentation „Konspirantinnen“ – ein Film über Kämpferinnen des Warschauer Aufstands, die im Emsland inhaftiert und 1945 befreit wurden. Regisseur Paul Meyer hat sie nach dem Krieg zu ihren Erfahrungen interviewt und ist für ein Gespräch anwesend.

Ort: Polnisches Institut Berlin, Burgstraße 27, 10178 Berlin

 

Eintritte zu Ausstellungen und Begleitprogramm frei.

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