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CALL FOR PAPERS – WISSENSCHAFTLICHE KONFERENZ

CALL FOR PAPERS

WISSENSCHAFTLICHE KONFERENZ

“Renegaten” der deutschen Nation oder “Verräter der polnischen
Nation”? Deutsche und deutschstämmige Bürger der Zweiten
Polnischen Republik während des Zweiten Weltkrieges

Veranstaltungstermine: 18. Oktober  + 19. Oktober | Pariser Platz 4A, 10117 Berlin

Die Einschreibung polnischer Bürger deutscher Herkunft in die sog. Deutsche Volksliste während des Zweiten Weltkriegs stellte eine privilegierte Gruppe in der sozialen Hierarchie der polnischen Gebiete unter deutscher Besatzung gegenüber Polen, Juden, Ukrainern und anderen Nationen dar. Die Forschung der letzten Jahre hat die weit verbreitete These von der absoluten Privilegierung der Polendeutschen in Frage gestellt und auf das Misstrauen der deutschen Besatzer gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe und ihr Bestreben, sie zu germanisieren und im nationalsozialistischen Sinne zu
indoktrinieren, hingewiesen. Auch in der deutschen Historiographie wird die These des Zusammenhaltens der “Volksgemeinschaft” zunehmend in Frage gestellt, indem z.B. auf die Haltung der Volksdeutschen gegenüber Reichsdeutschen und Deutschbalten hingewiesen wird.

Ziel der Konferenz ist es, neue Überlegungen zu deutschstämmigen Bürgern der Zweiten Polnischen Republik während des Zweiten Weltkriegs insbesondere aus sozialgeschichtlicher Perspektive zu diskutieren, sowie das Phänomen der Deutschen Volksliste in den besetzten polnischen Gebieten zu analysieren.

Die Konferenz wird sich auf folgende Themen konzentrieren:

  • Die Politik der deutschen Besatzer gegenüber polnischen Bürgern deutscher Herkunft im besetzten Polen.
  • Die Deutsche Volksliste und die “polnischen Deutschen” während des Zweiten Weltkriegs und nach 1945
  • (Selbst-)Nationale Identifikation und (Selbst-)Wahrnehmung polnischer Bürger deutscher Herkunft
  • Deutschstämmige Bürger der Zweiten Polnischen Republik und ihre Haltung gegenüber der Besatzung und dem deutschen Besatzer.
  • Opposition und Widerstand der Volksdeutschen gegen die deutschen Besatzer.
  • Kollaboration von polnischen Staatsbürgern mit deutscher Nationalität.
  • Konflikte innerhalb der Volksgemeinschaft im Zusammenhang mit den Volksdeutschen.
  • Beziehungen der Volksdeutschen zu Polen, Juden und Ukrainern.
  • Verhältnis der Volksdeutschen zu Polen und der Zweiten Polnischen Republik nach 1939.
  • Der Holocaust und die Volksdeutschen.

Bitte senden Sie Ihren Abstract (max. 300 Wörter) sowie Ihre Kurzbiographie und Publikationsliste bis zum 15. Juli 2023 an Dr. Michał Turski (michal.turski@cbh.pan.pl). Die Konferenz wird am 18. und 19. Oktober 2023 in Berlin auf Deutsch und Polnisch stattfinden. Das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften wird die Übernachtungs- sowie Fahrtkosten erstatten. Die Konferenz wird in Kooperation mit dem Pilecki-Institut Berlin organisiert.

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