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Eröffnung des Festivals “polenmARkT” mit Stefan Chwin und Verleihung des Förderpreises für deutsch-polnische Zusammenarbeit

Eröffnung des Festivals "polenmARkT" mit Stefan Chwin und Verleihung des Förderpreises für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Veranstaltungstermin: 16/11/2017 | 18:00-19:30
Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald | Martin-Luther-Straße 14 | Greifswald

Die festliche Eröffnung des Festivals mit dem Ehrengast Stefan Chwin und der Verleihung des Förderpreises für deutsch-polnische Zusammenarbeit bildet den fulminanten Auftakt für 10 Tage Kunst, Kultur und Wissenschaft aus Polen in Greifswald und Vorpommern.

 

Stefan Chwin (geb. 1949) gilt als poetischer Chronist der deutsch-polnischen Geschichte. Er wurde mit seinem vielfach ausgezeichneten Roman “Tod in Danzig” auch dem deutschen Publikum bekannt. Zum Eröffnungsabend werden Auszüge aus “Ein deutsches Tagebuch” zu Gehör gebracht. In diesem Band analysiert Chwin das aktuelle Verhältnis beider Länder und wirft unter anderem die Frage nach dem Stellenwert seines Heimatlandes in der deutschen Literatur auf.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die festliche Verleihung des Förderpreises für deutsch-polnische Zusammenarbeit an der Universität Greifswald dar. Mit dem Förderpreis wird die Forschungsarbeit junger Wissenschaftler ausgezeichnet, die im Rahmen einer deutsch-polnischen Zusammenarbeit entstanden ist oder einen bedeutenden Beitrag im Kontext der deutsch-polnischen Beziehungen leistet

Zum Abschluss wird beim Buffet noch Zeit und Raum für Begegnungen bleiben, um den Eröffnungsabend ganz im Zeichen des kulturellen Austausches ausklingen zu lassen.

 

“Ein deutsches Tagebuch” Lesung mit Stefan Chwin

Wenn ein Autor prädestiniert dafür ist, ein polnisch-deutsches Tagebuch zu schreiben, dann ist es Stefan Chwin. In seiner Heimat Danzig gilt er als Schriftsteller der “polnisch-deutschen Versöhnung”, auch wenn ihm selbst dieses Prädikat zu undifferenziert ist. In seinem in Polen viel beachteten autobiographischen Roman Hanemann (dt. “Tod in Danzig”) hat Stefan Chwin geschildert, wie sich ein polnischer Junge in der Nachkriegszeit vom Hass auf die Deutschen befreit.

In den Essays und Aphorismen des „deutschen Tagebuches“ bilanziert Chwin nicht nur ein Vierteljahrhundert seiner Reisen durch Deutschland. Vielmehr demontiert er Stereotype und Erscheinungen eines unechten „Versöhnungskitsches“, fragt nach den aktuellen Beziehungen zwischen Deutschen und Polen, äußert sich fasziniert über die Malerei der deutschen Romantik oder die Spuren deutscher Kultur in Danzig, und verortet eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber seinem Heimatland in der deutschen Literatur. Bei allem zeigt sich Chwin als ebenso aufmerksamer wie feinfühliger Beobachter. Seine Tagebucheinträge sind differenziert, schonungslos und manches Mal mit einer gehörigen Prise Ironie gewürzt – auf deutscher wie polnischer Seite.

Der 1949 geborene Schriftsteller, Publizist und Literaturhistoriker ist in Polen als herausragender Kritiker der Moderne bekannt und gehört zu den wichtigsten intellektuellen Stimmen seines Landes. In Deutschland ist Stefan Chwin vor allem als Autor der Romane „Tod in Danzig“, „Die Gouvernante“ und „Der goldene Pelikan“ sowie der Poetikvorlesungen „Stätten des Erinnerns“ bekannt geworden.

Ein deutsches Tagebuch. Aus dem Polnischen von Marta Kijowska. Ausgewählt und herausgegeben von Marta Kijowska Krystyna Turkowska-Chwin.

 

Der Eintritt ist frei

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