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URL:https://forumdialog.eu/veranstaltungen/ihre-geister-stoeren-mich-nicht
 -zum-umgang-mit-synagogen-im-westen-und-norden-polens-nach-1945/
SUMMARY:»Ihre Geister stören mich nicht« | Zum Umgang mit Synagogen im W
 esten und Norden Polens nach 1945
DESCRIPTION:\n\n\nAls Polens Grenze im Gefolge des Potsdamer Abkommens nach
  Westen und Norden verschoben wurde\, nahm es vormals deutsches Territoriu
 m in Besitz. Die vorgefundenen Landschaften und urbanen Räume waren gepr
 ägt von der bisherigen Bevölkerung\, die diese Gebiete nun erzwungenerma
 ßen verlassen mussten. Die Ansiedlung von Polen\, der Wiederaufbau der ze
 rstörten Städte und die wirtschaftliche Eingliederung der Gebiete in den
  Gesamtstaat waren nicht nur administrative und politische Herausforderung
 en. Es ging auch darum\, trotz der größtenteils vor 1945 entstandenen Ku
 lturlandschaften eine Adaption der neuen Bewohner zu ermöglichen\, was au
 ch die Aneignung und Modifizierung des vorgefundenen Kulturerbes beinhalte
 te.\n\nDabei geriet jahrzehntelang aus dem Blick\, dass auch Juden Spuren 
 in den städtischen Landschaften der ehemaligen deutschen Ostgebiete hinte
 rlassen haben. Es handelt sich um ehemalige Synagogen\, Friedhöfe und and
 ere materielle Hinterlassenschaften von Juden\, die sich im Lauf des 19. u
 nd 20. Jahrhunderts weitgehend deutsch akkulturiert hatten.  Mit dem Nove
 mberpogrom von 1938 und der Deportation in die besetzten Gebiete setzten d
 ie Nationalsozialisten dem jüdischen Leben in diesen Gebieten ein gewalts
 ames Ende. Ihre architektonischen Hinterlassenschaften spielten in den Bem
 ühungen des Wiederaufbaus der zerstörten Städte in der Regel keine Roll
 e. Heute besinnen sich in West- und Nordpolen dennoch unterschiedliche Akt
 eure darauf\, dass unter den einstigen Bewohnern ihrer Städte nicht nur C
 hristen\, sondern auch Juden waren.\n\nNeele Menter\, Zuzanna Światowy un
 d Christhardt Henschel untersuchen anhand von ehemaligen Synagogen\, welch
 e politischen Vorgaben nach 1945 den Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe 
 in den genannten Gebieten bestimmten. Neben politischen Zäsuren\, transna
 tionalen Verflechtungen und innerpolnischen Debatten zeigen sie auch auf\,
  welche Funktionen die Beschäftigung mit der jüdischen Vergangenheit fü
 r unterschiedliche Handelnde einnimmt.\n\n\n\nUm Anmeldung wird gebeten un
 ter: info@cbh.pan.pl\n\n\n\n\n\n&nbsp\;\n\n&nbsp\;\n\n\nNeele Menter\, Do
 ktorandin\, studierte Architektur (B.Sc.) an der Berliner Hochschule für 
 Technik (BHT) und Historische Bauforschung und Denkmalpflege (M.Sc.) an de
 r Technischen Universität Berlin. Sie ist seit 2023 wissenschaftliche Mit
 arbeiterin an der Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur 
 in Europa an der Technischen Universität Braunschweig\, wo sie sich mit d
 er Theorie und Praxis der staatlichen Denkmalpflege am Beispiel ehemaliger
  Synagogen in Polen\, Frankreich und Deutschland beschäftigt.\n\n\nZuzann
 a Światowy\, Doktorandin\, hat Hebräische Philologie an der Adam-Mickiew
 icz-Universität in Poznań und Architektur an der Technischen Universitä
 t Poznań studiert. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bet Tfi
 la - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa an der Technisc
 hen Universität Braunschweig. Ihr Forschungsinteresse sowie das zentrale 
 Thema ihrer Dissertation liegt in der Untersuchung der Synagogenarchitektu
 r in der Region Großpolen.\n\nDr. Christhardt Henschel\, ist wissenschaft
 licher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau. Er studier
 te Mittlere und Neuere Geschichte\, Musikwissenschaft sowie Ost- und Südo
 steuropastudien an der Universität Leipzig und arbeitete später als wiss
 enschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte u
 nd Kultur - Simon Dubnow in Leipzig. Er ist u.a. Herausgeber von Ostpreuß
 ens Kriegsbeute: Der Regierungsbezirk Zichenau 1939-1945 (Osnabrück: fibr
 e\, 2021).\n\nGemeinsam erarbeitet das Team im Rahmen des DFG-Schwerpunktp
 rogramms 2357 „Jüdisches Kulturerbe“ das Projekt „Aneignung und Rev
 italisierung: Aushandlungsprozesse des deutsch-jüdischen Kulturerbes in P
 olen“.
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