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Polen und Ukraine: gemeinsame Geschichte, asymmetrisches Gedächtnis

Polen und Ukraine: gemeinsame Geschichte, asymmetrisches Gedächtnis

Dr. Andrii Portnov ist Professor für ukrainische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Direktor des Viadrina Centers of Polish and Ukrainian Studies. Er hat Abschlüsse von den Universitäten in Dnipro (M.A. Geschichte) und Warschau (M.A. Kulturwissenschaften) erworben und seine Doktorarbeit (2005) über die ukrainische Emigration in Polen zwischen den Kriegen am Ivan-Krypiakevych-Institut für Ukrainistik in Lwiw verteidigt. Von 2006 bis 2010 war er Chefredakteur der Kiewer geisteswissenschaftlichen Zeitschrift „Ukraїna Moderna“. Im Jahr 2012 kam er als Stipendiat des Wissenschaftskollegs zu Berlin nach Berlin und begann Vorlesungen an der Humboldt-Universität zu halten. Von 2014 bis 2015 war er Alexander-von-Humboldt-Fellow am Institut für Slawistik der Humboldt-Universität in Berlin sowie am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam. Im Jahr 2015 erhielt er den Baron-Velge-Preis und hielt als International Chair for the History of the Second World War eine Vorlesungsreihe an der Freien Universität Brüssel. Er hat Forschungen und Vorlesungen an Universitäten in Basel, Cambridge, Genf, Potsdam, der Freien Universität Berlin, SciencesPo Paris, SciencesPo Lyon, dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien und dem Historischen Kolleg in München durchgeführt. Im Jahr 2015 initiierte und beteiligte er sich an der Berlin-Brandenburg Ukraine Initiative (BBUI), die sich 2016 in das PRISMA UKRAЇNA Research Network Eastern Europe am Forum Transregionale Studien Berlin umwandelte. Im Jahr 2022 erhielt er den DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft für sein „Engagement bei der Wissensvermittlung über die Ukraine und ihre historischen Verbindungen in Europa“. Professor Portnow ist Autor und Herausgeber von zehn Büchern in fünf Sprachen. Der Großteil seiner Veröffentlichungen widmet sich der intellektuellen Geschichte, der Historiografie, den Völkermordstudien und der Erinnerung in Polen, Russland und der Ukraine. In Polen veröffentlichte er in Zeitschriften wie „Kwartalnik Historyczny“, „Mówią wieki“, „Nowa Europa Wschodnia“, „Pamięć i sprawiedliwość“, „Przegląd Polityczny“, „Polityka“, „Więzi“ und „Znak“. Er ist Mitherausgeber der Bücher „Official History in Eastern Europe“ (Osnabrück, 2020) und „Histoire partagée, mémoires divisées. Ukraine, Russie, Pologne“ (Lausanne, 2020). Außerdem ist er Autor der ersten englischsprachigen Biografie seiner Heimatstadt – „Dnipro. An Entangled History of a European City“ (Boston: Academic Studies Press, 2022).
Thema: Polen und Ukraine: gemeinsame Geschichte, asymmetrisches Gedächtnis. Welche historischen, sprachlichen, geografischen und geopolitischen Faktoren haben die Dynamik der polnisch-ukrainischen Beziehungen bestimmt?
Was waren die Hauptunterschiede zwischen den polnischen und ukrainischen Nationalprojekten und wie verlief die Debatte über die historische Aussöhnung beider Nationen? Welche Rolle spielten dabei Dritte, insbesondere Deutschland und Russland?
Moderation: Dr. habil. Brygitta Helbig

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